Behindertenbegleithunde

Behindertenbegleithunde dienen als Unterstützung für körperbehinderte Menschen.
Sie sind Servicehunde wie die Blindenführhunde und helfen die gesamte Lebenssituation der betroffenen Person positiv zu verändern.

Sie geben einen Teil der Eigenständigkeit zurück ,ermöglichen wieder die Teilnahme am normalen Leben , machen in großem Maße von der Hilfe fremder Menschen unabhängig und
helfen Kontakte zu anderen Menschen zu knüpfen.

Diese Hunde nehmen körperlich behinderten Menschen, vor allem Rollstuhlfahrern, Bewegungen und Handgriffe ab, die sie allein nicht ausführen können
Dabei ist die Ausbildung ganz eng auf die entsprechende Person und ihre Bedürfnisse zugeschnitten und kann von Fall zu Fall ganz unterschiedlich sein.
Menschliche Hilfe im Alltag kann somit bis zu 70% reduziert werden.

Wichtigste, unumgängliche Voraussetzung ist die Tatsache, dass man Hunde mag und diese respektiert. Die Versorgung und Pflege des Tieres muss gewährleistet sein.
Ein Hund ist ein Lebewesen mit Leib und Seele, welches Liebe aber auch konsequente Führung braucht. Nur bei artgerechter Haltung, die dem Hund auch genügend Freizeit, Spiel und Auslauf gewährt, wird es eine für beide Seiten positive Zusammenarbeit geben.

Ein Hund ist kein Hilfsmittel sondern ein Partner!

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Aufgaben eines Behindertenbegleithundes

Der Hund ist als Freund und der treueste Gefährte des Menschen überhaupt,der völlig unvoreingenommen seinen Menschen liebt, für ihn da ist und das positive Gefühl des Angenommenseins vermittelt.
Der Hund ist Helfer:

-Aufheben und Bringen von Gegenständen aller Art
-Öffnen und schließen von Türen u. Schubladen
-Betätigen von Schaltern
-Tragen von Gegenständen
-Helfen beim An - u. Ausziehen
-Bellen auf Kommando

Der Hund ist Partner und ein Begleiter, der Tag und Nacht unvoreingenommen zur Verfügung steht. Das heißt nicht, dass er keine Ruhepausen braucht. Er darf auch nicht überfordert werden und der Anteil an Arbeitszeit und Freizeit soll sich die Waage halten.
Der Hund ist Vermittler zwischenmenschlicher Kontakte. Er baut Hemmschwellen zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen ab. Man ist einfach ein Hundebesitzer wie andere auch.

Die von mir ausgebildeten Hunde werden ebenfalls schulintern geprüft. Am Ende der Einarbeitung , die ausschließlich am Wohnort des künftigen Hundehalters stattfindet, steht ebenfalls die Prüfung durch einen unabhängigen Prüfer
Die Nachbetreuung ist hier genauso unabdingbar und für mich selbstverständlich wie bei den Blindenführhunden.

Das derzeit noch größte Problem stellt die Finanzierung dieser Servicehunde dar.
Es ist nicht im gleichen Maße wie beim Blindenführhund üblich, dass die Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen.
Aber es sollte gemeinsam möglich sein, auch für diesen Sachverhalt eine Lösung zu finden.